aus: Unterwegs – zu den Arbeiten von Andreas Komotzki
Dr. Helga Gutbrod


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Die Bilder der Serie «floating 1» zeigen fast bis zur Kargheit reduzierte Landschaften, in denen sich Weite und Offenheit ebenso sammeln wie Leere und Monotonie.


Komotzkis Fotografien bieten keinen Halt. Konkretes verflüchtigt sich und gerät in die Nähe der Abstraktion, bis nur mehr wenige Strukturen ein einfaches, reizarmes Bildgerüst bauen, gleichsam ein Ruhepunkt für das Auge. Es ist die Verdreifachung – die begleitenden Fotos, welche die Einförmigkeit des Mittelbildes fortführen –, die eine Ruhe im Betrachter erzeugt, wie sie sich bei uns in Momenten entspannter Aufmerksamkeit einstellt. Umgeben von einem Schleier der Melancholie sind diese Bilder Rastplätze für flüchtige Gedanken, geprägt von sachter Ungewissheit.